ÿþ<html> <head> <meta http-equiv="Content-Language" content="nl"> <meta http-equiv="Content-Type" content="text/html; charset=iso-8859-1"> <meta name="keywords" content="Tækkerør, tækkemand, tag, stråtag, vinduer, kviste, meranti, tagrytter, tækkeskruer, strå, bondehusvinduer, sprossevinduer"> <meta name="description" content="Carlo F. Christensen A/S (Djurslands Tækkerørsimport A/S) har arbejdet indenfor tækkebranchen i Danmark igennem flere generationer. Vi er i dag totalleverandør af materialer til tækkebrancen i flere lande. Vores største aktivitet er indenfor tækkerør, kvistvinduer, materialer til stråtag, værktøj til tækkebranchen og arbejdstøj. "> <base target="_blank"> <link href="index.css" type="text/css" rel="stylesheet"> </head> <body> <div class="mainBody"> <p> <b><font size="5">NOTIZ</font></b><img border="0" src="dbiLogo1.png" align="right" width="93" height="100" hspace="0"></p> <p> 2003-04-14<br> Jour.: D76333933-3<br> Sache: RE02255-3<br> ST/GRA/af</p> <p> &nbsp;</p> <p class="mainCaptionText1">Einleitung</p> <p>Durch viele Jahre sind Strohdächer in Dänemark feuersicher gemacht. Das ist oft nach einer der in DBI`s Feurtechnischer Information Nr. 29, Feuerschutz von Strohdächern (BtI 29) genannten 3 Methoden ausgeführt worden.</p> <p>In den letzten Jahren ist jedoch eine Anzahl von Strohdächern observiert worden, die durch relativ wenige Jahre zerlegt worden ist &#8211; typisch 5 bis 10 Jahre.</p> <p>Das hat eine steigende Skepsis der verwendeten Feuerschutzmethoden verursacht wegen der Befürchtung, da² die feuergesicherten Strohdächer nicht genügend entlüftet werden, und deshalb nicht ganz trocken werden, welches vermutlich einen bedeutenden Faktor für die schnelle Zerlegung des Strohmaterials ist.</p> <p>Einleitende Versuche, ausgeführt von Dachdecker Erling Bach Petersen in Kolind, wo verschiedene Isolierungen aus Mineralwolle und Blechmaterialien durch Glasgewebe für Feuerschutz der Strohdächer ersetzt worden sind, haben gezeigt, da² diese Lösung vermutlich möglich ist. Diese einleitenden Versuche haben gezeigt, da² das Strohmaterial mit reduzierter Geschwindigkeit brennt und ausserdem ohne fliegendes Material in der Luft.</p> <p>Verwendung vom Glasgewebe statt der weit mehr kompakten Feuerisolierungsmaterialien, die in BtI29 beschrieben sind, bedeutet vermutlich, da² der Luftdurchflu² durch das Strohmaterial bei den allgemein zuvorkommenden Luftgeschwindigkeiten nicht besonders beeinflu² ist.</p> <p><b><font face="Arial">Zweck</font></b></p> <p>Der Zweck mit dem durchgeführten Versuch ist zu zeigen, da² Feuerschutz der Strohdächer durch Verwendung von Glasgewebe, die gleichen Vorteile als durch Verwendung übriger Arten vom Feuerschutz leistet, weil es wünschenswert sein wäre, das weit mehr offenes Glasgewebe statt der schon gekannten Methoden zu verwenden und dadurch eine genügende Entlüftung des Strohmaterials zu sichern.</p> <p><font face="Arial"><b>Beschreibung</b></font></p> <p>Feuerversuch Nr. 2 wurde am 20. März 2003 bei Carlo F. Christensen, Kastbjergvej 15, 8585 Glesborg ausgeführt.</p> <p>Bei diesem Versuch wurde dasselbe Haus wie beim ersten Versuch verwendet, wo ein Haus von der Grö²e 4,5 x 5,0 m mit tragender Konstruktion aus Holz und mit 13 mm Gipsblech als Verkleidung gebaut wurde &#8211; siehe beigefügte Zeichnung &#8211; Anlage 1. Nach Aufstellung von Dachsparren und Bellattung wurde das Dach in folgender Weise feursicher gemacht:</p> <p>Oben auf die Dachlatten wurde ein Glasgewebe aus dem Typ Sepatec 9679/M300 festgemacht. Dieser Typ ist eine Kombimatte mit einem Flächengewicht von 600 g/m2. Das Glasgewebe wurde zugezogen, so es nach dem Dachdecken dicht an der Unterseite des Strohmaterials lag.</p> <p>Das Gewebe wurde in Bahnen längs des Daches mit geklemmten Überlappung von min. 100 mm über eine Latte montiert. Längs der Dachtraufe und längs der Giebel wurde oben auf dem Glasgewebe 50 mm Mineralwolle A-batts in 600 mm Breite vor dem Dachdecken ausgelegen. Längs des Dachfirstes wurde auf beiden Seiten oben auf dem Glasgewebe 50 mm Mineralwolle A-batts in 750 mm Breite ausgelegen.</p> <p>Danach wurde das Dach mit Stroh gedeckt, welches mit der sogenannten &#8221;Gerten-methode&#8221; ausgeführt wurde, d.h. das Strohmaterial wird durch Drücken zwischen Latten und 6 mm Eisendraht (als Ersatz für Haselgerten) festgehalten und unten gegen die untenliegende Latte durch einen rostfreien Stahldraht zugezogen und an der Latte durch eine Schraube festgemacht. Die Methode ist in BtI 29 auf Seite 8 gezeigt.</p> <p>Das Dachdecken wurde mit gut gelagertem und trockenem Strohmaterial , das schief war, ausgeführt. Die Dachdeckenarbeit war ausgeführt, so sie mit ein wenig grö²erer Festigkeit als beim 1. Versuch auftrat, aber immernoch locker im Verhältnis zu allgemeiner Dachdeckqualität. Das Versuchsdach war deshalb auch bei diesem Versuch ein sehr leichtentzündbares Strohdach, wo eine Feuer sich sehr schnell entwickelt könnte.</p> <p>Der Dachfirst wurde mit Heidekraut ausgeführt und duch ein sehr engmaschiges Netz festgehalten.</p> <p><font face="Arial"><b>Versuchsbedingungen</b></font></p> <p>Am Versuchstag war die Temperatur ca. 4°C., Windgeschwindigkeit 4-5 m/s, hauptsächlich senkrecht auf der Dachseite, die angezündet wurde. Keiner Regen o.ä.</p> <p><font face="Arial"><b>Metodik</b></font></p> <p>Das Strohdach wurde durch 4 Wische Stroh angezündet. Diese wurden in die Dachtraufe eingesteckt entsprechend einer Anzündung von au²en, z.B. bei einer absichtlichen Anzündung oder fliegendem Feuer.</p> <p>Nach 38 min. fing die Mannschaft von Grenå Feuerwehr mit dem Feuerlöschen an. Die Feuerwehr bekam Hilfe von einigen Dachdeckern, die das Strohmaterial los schnitten, so es unten auf die Erde gezogen werden könnte.</p> <p>Während des Feuers wurden folgende Observationen vorgenommen:</p> <ol> <li>Fliegendes Material in der Luft.</li> <li>Strahlung ausgedrückt durch notwendigen Abstand zum Dach.</li> <li>Durchbrennen zum Dachraum.</li> <li>Anzündung im Dachraum.</li> <li>Wassereindringen während des Feuerlöschens.</li> </ol> <p><b><font face="Arial">Observationen</font></b></p> <p>Nach der Anzündung entwickelte das Feuer sich sehr schnell zur ganzen Oberfläche, wo die Anzündung in der Dachtraufe stattgefunden hatte. In den ersten Minuten war das Feuer sehr kräftig mit hohen Flammen. Danach hat das Feuer Charakter zum Glühfeuer geändert, welches bis Anfang des Feuerlöschens angehalten hatte.</p> <p>Betr.1) Zu keinem Zeitpunkt wurde fliegendes Material in der Luft observiert, das eine <br> andere Feuer anzünden könnte.</p> <p>Betr. 2) Während des ganzen Feuerverlaufes war es möglich sich ca. 2,5 m von der <br> brennenden Dachfläche ohne Unwohlsein wegen der Wärmestrahlung <br> aufzuhalten.</p> <p>Betr. 3) Zu keinem Zeitpunkt wurde Durchbrennen zum Dachraum observiert.</p> <p>Betr. 4) Eine Verkohlung vom Lattenende an einer Ecke der Dachtraufe (am Giebel)<br> wurde observiert.</p> <p>Betr. 5) Während der Feuerlöscharbeit wurde keinen Wassereinla² durch das Glasgewebe observiert. Die geänderte Montage des Glasgewebes an der Dachtraufe, wo es über die Aussensite der Wand geleitet wurde, hat verursacht, da² keine Wasserströmung auf der inwendigen Wandseite, wie beim ersten Versuch, oberviert wurde.</p> <p><b><font face="Arial">Ergänzung der Observationen</font></b></p> <ul> <li>Nach 15 Minuten Feuer war das Glasgewebe überall ganz kalt und vom Feuer unbeeinflu²t.</li> <li>Es gab viel Rauch im Dachraum während des Feuers, welches die offene Struktur des Glasgewebes hervorhebt.</li> <li>Nach 35 Minuten untersuchte ein Feuerwehrmann die Unterseite der brennenden Dachfläche und fand, da² die Temperaturen so hoch waren, da² man die Hände nur in wenigen Sekunden auf der Fläche halten könnte.</li> <li>Es war möglich das glühende Strohmaterial durch das Glasgewebe zu observieren. Nachfolgend wurde es festgestellt, da² die Latten auf diesen Stellen vom Feuer nicht beeinflu² war.</li> </ul> <p><font face="Arial"><b>Konklusion</b></font></p> <p>Feuerschutz von Strohdächern durch Verwendung vom Glasgewebe aus dem Typ Sepatec 9679/M300 erfüllt die in BtI 29 genannten Bedingungen bezüglich Reduktion vom fliegenden Feuer und Strahlung.</p> <p>Feuerschutz durch Sepatec 9679/M300 soll mit extra Isolierung ausgeführt werden bestehend aus ca. 50 mm Mineralwolle A-batts in einer 600 mm breiten Zone längs der Dachtraufe und der Giebel sowie 50 mm Mineralwolle A-batts ca. 750 mm unten vom First des Daches, und in solcher Weise, da² der Dachfirst oben auf dieser extra Isolierung plaziert wird.</p> <p><font face="Arial"><b>Schlu²bemerkung</b></font></p> <p>Feuerschutz der Strohdächer nach den in dieser Notiz beschriebenen Anweisungen sowie in beigefügten Montageanleitungen darf mit den Methoden, die in Feuerschutztechnische Information Nr. 29 &#8221;Feuerschutz von Strohdächern&#8221; erwähnt sind, gleichwertig gelten, und wird als eine neue Methode bei Revision dieser Information mitgenommen.</p> <p>&nbsp;</p> <p align="right"><font size="5">Søren Tofte<br> </font>Dansk Brandteknisk Institut</p> </div> </body> </html>